Social Media Guidelines für Unternehmen

Social Media sind zu einem prägnanten Faktor der Kommunikation herangewachsen und werden für Marketingverantwortliche in Unternehmen immer relevanter. Da aber unbedachte Herangehensweisen in der Vergangenheit zu schwerwiegenden Imageeinbußen geführt haben, stellt sich die Frage nach Web 2.0-Strategien und Richtlinien für alle Beteiligten.

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Social Media Guidelines bieten Mitarbeitern die Möglichkeit, sich über ihre Handlungsspielräume in den sozialen Netzwerken zu orientieren. Verantwortliche nutzen die Richtlinien, um die Informationen über das eigene Image auf die gewünschte Weise zu kanalisieren. Die folgende Gliederung dient als Empfehlung für die Nutzungsrichtlinien.

Richtlinien für die sozialen Netzwerke

Für Mitarbeiter sollte nachvollziehbar sein, welche Ziele ein Unternehmen mit seinen Social Media-Aktivitäten verfolgt. In diesem Zusammenhang lässt sich auch verdeutlichen, wozu die Richtlinien dienen. Phrasen wie „Das Netz vergisst nichts“ oder „Internes bleibt intern“ sind völlig zutreffend, doch unzureichend, wenn ein Mitarbeiter ihren Inhalt nicht nachvollziehen kann. Solche Aussagen sollte ebenso geklärt werden wie mögliche Folgen bei Nicht-Beachtung der Vorgaben.

Die Netiquette wahren

Die im Internet gültige Netiquette hat zum Ziel, für alle User eine angenehme Kommunikation zu etablieren. Dies umfasst Hinweise zum zwischenmenschlichen Verhalten (also den Verzicht auf Doppeldeutigkeiten oder Beleidigungen) ebenso wie Empfehlungen zu technischen Standards und Lesbarkeit. Auch rechtliche Vorgaben fallen unter diesen Standard.

Der Inhalt machts!

Spannende, interessante und/oder nützliche Informationen schaffen für jeden Nutzer einen Mehrwert und verleihen einem Unternehmen ein interessantes Gesicht. Interne Informationen sollten intern bleiben, persönliche oder politische Aussagen haben im Auftritt eines Unternehmens nichts zu suchen. Doch dienen Social Media der zwischenmenschlichen Kommunikation. Dementsprechend sollten Mitarbeiter gewisse formale Kriterien einhalten, aber nicht zu steril in ihren Aussagen sein.

Welche Strategie?

Die Medienbeobachtungs-Agentur AUSSCHNITT hat in einer Erhebung die Social Media Guidelines von 55 Unternehmen verglichen und die Tendenzen unter http://www.ausschnitt.de/socialmediaguidelines veröffentlicht. Zwei Drittel der Unternehmen fordern eine verbindliche Nutzung der Social Media-Richtlinien, wovon ein Drittel bei Nichtbeachtung Konsequenzen androht. Die Hälfte der Unternehmen wünscht außerdem die Trennung von persönlicher Meinung und Fakten und zwei Drittel wünschen, dass sich der Arbeitnehmer klar als solcher zu erkennen gibt. 84 % aller Unternehmen fordern dazu auf, das geltende Urheberrecht zu beachten. Auch die Transparenz der Social Media Guidelines in der internen Kommunikation ist ein wesentlicher Punkt. Die Hälfte der Unternehmen stellt die Richtlinien als PDF bzw. zwei Drittel als Download zur Verfügung. Last but not least: Mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen nennen in ihren Richtlinien einen Ansprechpartner oder eine Abteilung, die Fragen dazu beantworten kann.