Schemer: Gemeinsam Pläne schmieden

Seit Dezember 2011 gibt es den neuen Google Dienst Schemer, bei dem es darum geht, Ziele und Pläne zu formulieren und mit anderen Nutzern zu teilen. Als „soziale ToDo-Liste“ wird Schemer daher vielfach bezeichnet. Google selbst hingegen beschreibt Schemer als eine Plattform, auf der es Dinge zu entdecken gibt, die das Leben bereichern.

Schemer

Bei Schemer trägt man Schnurrbart.

Und in der Tat kommt Schemer als eine wahre Fundgrube kleiner und großer Ideen daher. Registrierte Nutzer posten sog. „Schemes“, also Projekte bzw. Ideen, die sie gerne realisieren möchten, und haken ab, was sie bereits erledigt haben.

Ob das Ziel nun darin besteht, einmal zur Weihnachtszeit nach New York City zu reisen, eine Fremdsprache zu lernen, eine eigene Firma zu gründen oder einfach nur ein bestimmtes Buch zu lesen – die Schemes sind vielfältig und bieten jede Menge Anregungen.

Inspirieren und inspirieren lassen

Wer ein neues Ziel posten möchte und ein erstes Schlagwort hierfür eingibt, bekommt umgehend eine Auswahl bereits bestehender Einträge zum Thema. So kann man sich bei der Formulierung der eigenen Vorhaben von anderen Nutzern inspirieren lassen und findet schnell Personen mit ähnlichen Interessen. Über eine gezielte lokale Suche können Gleichgesinnte in der unmittelbaren Umgebung ausgemacht werden, und wer umgekehrt die eigenen Aktivitäten lokalisiert und mit Tags bzw. Kategorien versieht, wird leichter von anderen Nutzern gefunden. Dem Nutzer bleibt es dabei selbst überlassen, ob er seine Aktivitäten ganz öffentlich machen möchte oder als privat markiert und nur mit ausgewählten Personen teilt. Schemer ist eng mit Google+ verknüpft; und so werden auch Schemes von Personen aus den eigenen Google+ Kreisen im Profil angezeigt.
 
Schemer bietet eine spannende Möglichkeit, Empfehlungen auszusprechen und gemeinsam mit Freunden Unternehmungen zu planen – und will bewusst dazu anregen, Aktivitäten aus dem sozialen Netzwerk in das wahre Leben zu tragen.

Wie viel Potenzial steckt in dem neuen Dienst? 

Bei Schemer geht es somit weniger um das Führen von täglichen Aufgabenlisten wie Einkaufszetteln oder Projektmanagementlisten. Vielmehr stehen Pläne und Ziele, die man sich für sein Leben setzt, im Fokus. Dinge, die man immer schon einmal machen wollte, können hier formuliert und mit anderen geteilt werden. Der Nutzen scheint derzeit noch eher gering zu sein, zumal der Dienst in Deutschland noch nicht weit verbreitet ist. Doch der Ansatz bietet durchaus Potenzial für Produktplatzierungen und Empfehlungsmarketing. Und auch die weiteren Entwicklungen seitens Google bleiben abzuwarten. Werbeeinblendungen, passend zu den Interessengebieten der Nutzer, wären eine mögliche Option für die Zukunft; konkrete Pläne hierfür scheint es aber noch nicht zu geben. 

Zwar befindet sich Schemer derzeit noch im „Invite-only-Stadium“, ist nur in englischer Sprache verfügbar und damit klar auf die USA fokussiert, kann aber auch in Deutschland schon genutzt werden. Wer den neuen Dienst ausprobieren möchte, kann sich auf die Warteliste setzen oder über eine Einladung von bereits registrierten Nutzern sofort registrieren.

Achtung: Wir haben noch 5 Invites für Schemer. Sagt uns einfach in den Comments, warum Ihr virtueller Bartträger werden wollt. Unter allen Comments verlosen wir am 29.03.2012 diese Invites.