Twitter-Listen: Organisationswunder im Zwitscher-Alltag

Auf Twitter werden weltweit fast 2.000 Tweets pro Sekunde verschickt. Wer im Gezwitscher den Überblick behalten will, sollte sich Listen anlegen. Damit lassen sich Tweets nämlich ganz einfach thematisch sortieren.

Mit den Listen lässt sich das Gezwitscher hervorragend ordnen.

Jeder Twitter-Nutzer kann bis zu 500 Listen anlegen. Obwohl das Prinzip vorsieht, dass man eine Liste mit Twitterern bestückt, sind die Listen nicht nur eine statische Aufzählung von Menschen. Denn im Gegensatz zu den Facebook-Listen werden hier nicht die Namen von Personen gesammelt, sondern es laufen ausschließlich die Tweets der gelisteten Personen ein. 

Auf Twitter werden Listen eher dazu genutzt, Tweets zu bestimmten Themen zu sammeln. So entstehen Timelines, die ähnlich wie Rubriken in einer Zeitung funktionieren: Tweets mit Nachrichten, rund um Kultur oder mit Computer-Tipps. Wer gerade auf Jobsuche ist, legt sich mit einer entsprechenden Twitter-Liste einen Kanal der Top-Recruiter an.

Man baut sich damit also eine persönliche Timeline zu bestimmten Themen, die im Grunde eine abgespeckte Variante der Start Timeline ist. Der Unterschied ist allerdings, dass man auch Menschen in eine Liste aufnehmen kann, denen man eigentlich nicht folgt.

Listen als Empfehlungs-Tool

Eine Liste zu erstellen ist recht einfach: Im Twitter-Interface befindet sich über der Timeline rechts der Reiter Listen. Im Drop-down gibt es dort den Button Liste erstellen. Im folgenden Pop-up-Fenster kann man der neuen Liste einen Namen geben und eine Kurzinfo hinterlegen. Außerdem legt man hier fest, ob die Liste öffentlich oder privat sein soll. Öffentliche Listen kann jeder einsehen und sie erscheinen im Profil desjenigen, der die Liste angelegt hat. Das Besondere daran ist, dass Twitterer der Liste folgen können, und so von den vorselektierten Tweets profitieren. Mit den Listen lassen sich also nicht nur die Followings besser organisieren, sie sind auch ein wertvolles Tool, um gute Twitterer zu empfehlen. Eine Logik, die auch bei Google+ in das Kreissystem eingeflossen ist.