Facebook-Listen richtig nutzen

Seit mit Google+ ernstzunehmende Konkurrenz am Netzwerk-Himmel aufgetaucht ist, sieht auch bei Facebook einiges anders aus. Eine der größeren Veränderungen der letzten Monate war die Überarbeitung der Listen. 

Mit den neuem Tool lässt sich der Freundeskreis leichter in viele kleine Gruppen unterteilen.

Wenn man auf das Profil eines Facebook-Kontaktes klickt, erscheinen im rechten, oberen Bereich neue Buttons. Am wichtigsten ist der Button Freunde. Damit lassen sich die neuen Listen bearbeiten, die es erleichtern sollen, Informationen gezielter auf Facebook zu veröffentlichen. Zwar konnten bisher auch Listen erstellt werden, allerdings nur recht umständlich in den Privatsphäre-Einstellungen. Personengruppen konnten dann mit bestimmten Zugriffsrechten auf Inhalte wie Fotoalben, Statusmeldungen oder Nennungen in den Aktivitäten anderer versehen werden. Das ist nun deutlich vereinfacht worden.

Facebook bietet automatisch drei Listen an, denen man Personen mit einem einfachen Klick zuordnen kann: Enge Freunde, Bekannte und Eingeschränkt. Die Aktivitäten von Personen, die man in die Liste Enge Freunde eingeteilt hat, werden häufiger im Newsfeed erscheinen, die von Bekannten seltener. Die Aufnahme in die Liste Eingeschränkt sorgt dafür, dass diese Personen von Ihren Aktivitäten nichts mehr zu sehen bekommen. Lediglich die Informationen, die öffentlich zugänglich sind, sind für die Personen in der Liste Eingeschränkt sichtbar.

Mehr Privatsphäre dank Listen

Darüber hinaus generiert Facebook auch noch sogenannte Smart-Lists, die sich hauptsächlich auf Arbeitsstätten, Universitäten, Standorte etc. beziehen. Diese werden sogar automatisch aktualisiert, beispielsweise wenn jemand umzieht oder den Job wechselt. Ergänzend zu den von Facebook bereits erstellten Listen, hat jeder Nutzer die Möglichkeit eigene Listen zu erstellen und diese mit entsprechenden Zugriffsrechten zu versehen. So könnte man bestimmten Freundes-Gruppen den Zugriff auf Foto-Alben verwehren oder einzelne Status-Updates verbergen. 

Die Freunde werden übrigens nicht darüber informiert, in welche Liste sie eingeordnet wurden. Allerdings ist bei Status-Meldungen nachvollziehbar, welche Art der Privatsphäre-Einstellung hinterlegt wurde, also ob der Post öffentlich, nur für Freunde oder benutzerdefiniert sichtbar ist. Mehr verrät Facebook allerdings nicht. Das heißt, welche Gruppen oder Personen konkret ausgeschlossen wurden, bleibt Ihr Geheimnis.

  • Re: Freundeslisten sind indirekt sichtbar

    Hallo Herr G.!

    Da haben Sie leider recht, in diesem Punkt sollte Facebook dringend nachbessern. Zwar sind je nach Umfang der Liste nur ein paar Mitglieder sichtbar und auch der Name der Liste ist (glücklicherweise) nicht zu sehen, aber wie von Ihnen beschrieben kann man zumindest ungefähr nachvollziehen, wer auf einer Freundesliste steht.

    Tim Bongers
    Leiter Social-Media-Marketing und Conversion-Optimierung

    Tim Bongers, 06.12.2011, 09:12

  • Freundeslisten sind indirekt sichtbar

    "Die Freunde werden übrigens nicht darüber informiert, in welche Liste sie eingeordnet wurden."

    Das stimmt nicht so ganz. Indirekt sind die Listen nachvollziehbar. Wenn ich einen Post eines Freundes sehe, der nur für eine seiner Listen freigegeben wurde (in die er mich eingeordnet hat), sehe ich, mit wem ich diese Liste teile: die Anzahl der Leute und sogar ihre Namen.

    Facebook tut sich halt schwer mit Privatssphäre.

    Chris G., 03.12.2011, 23:12