Quora: Wer nicht fragt, bleibt dumm

Frage-Antwort-Portale gibt es längst genug, darunter sogar recht erfolgreiche deutsche Projekte wie gutefrage.net oder wer-weiss-was.de. Das von den Facebook-Veteranen Adam D‘Angelo und Charlie Cheever gegründete Quora hebt sich davon allerdings ab.

Gute Frage, bessere Antwort. Bei Quora kein Problem.

Am besten lässt sich Quora als eine Mischung aus Twitter, Facebook und Blog beschreiben. Damit setzt sich das Portal von den anderen Auskunftsdiensten ab: Die Vernetzung untereinander steht viel deutlicher im Vordergrund. Dabei ist die Grundlage für eine Verbindung zwischen den Nutzern eher selten eine persönliche Bekanntschaft, sondern beruht meistens auf gemeinsamen Interessen und Themen.

Dadurch, dass sich Quora mit Twitter- und Facebook-Profilen verknüpfen lässt, findet sich dennoch in der Quora-Gefolgschaft recht schnell das ein oder andere bekannte Gesicht wieder.

Quora: Erst folgen, dann fragen

Um sich mit einem Kontakt zu verbinden, muss aber nicht wie bei Xing oder Facebook eine beidseitig bestätigte Beziehung hergestellt werden. Stattdessen kann man einfach einer Person folgen. Das hat sich Quora von Twitter abgeguckt. Man folgt allerdings nicht nur Menschen, sondern auch Themenkomplexen. Man erhält dann nicht nur die Aktivitäten von Personen in den eigenen Nachrichtenstrom, sondern zusätzlich alle Fragen, die einer bestimmten Kategorie zugeordnet wurden. Auch wenn man dem Fragesteller selber gar nicht folgt.

Stellt man selber eine Frage, erhält man meistens innerhalb weniger Stunden sehr qualifizierte Antworten. Damit ist Quora nicht nur ein exzellentes Recherchetool, sondern auch eine hervorragende Plattform, um Influencer und Branchenkenner zu identifizieren. Im Optimalfall positioniert man sich hier selber als Experte im eigenen Fachgebiet. Allerdings sollte man des Englischen mächtig sein. Bisher gibt es nämlich nur eine Sprachversion, und die Nutzer verständigen sich weitgehend auf Englisch.

Um sich bei Quora anmelden zu können, braucht man aktuell noch eine Einladung. Die erhält man in der Regel aber recht schnell, in dem man in anderen Netzwerken – na was, wohl? - nachfragt.

FAIRRANK Blog-Team